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Frauenchor feiert mit dreitägigem Programm

Jubiläum Die Mitglieder von Quodlibet aus Rübenach singen seit 25 Jahren – Am Wochenende laden sie zu mehreren Konzerten

Von RZ Mitarbeiterin Katharina Demleitner

Rübenach. Quodlibet widerspricht jedem Trend: Stolze 63 Mitglieder gehören derzeit dem Rübenacher Frauenchor an. Und der Verein wächst. Auch junge Sängerinnen wollen bei „der schönsten Art, zu singen“, wie es ihr Motto verspricht, dabei sein. Vom 20. bis 22. Mai feiert die muntere Gruppe ihr 25-jähriges Bestehen.

Auf Hochtouren laufen derzeit die Vorbereitungen für die dreitägige Geburtstagsfeier. „Es gibt noch so viel zu tun“, sagt die Vereinsvorsitzende Petra Riehl. Auch in der Chorprobe sind Vorfreude und Spannung zu spüren. „Ein bisschen blumiger“, ruft Chorleiter Wolfgang Fink und fordert „mehr Action im Gesicht“. Das Jubiläumskonzert rückt immer näher: Am 21. Mai steht Jacques Offenbach ebenso auf dem Programm wie Peter Maffay oder die Höhner.

Immer auswendig trägt der Frauenchor Quodlibet seine Stücke vor: Derzeit bereiten sich die mehr als 60 Sängerinnen mit Leiter Wolfgang Fink auf das Jubiläumskonzert vor. Foto: Demleitner

Vor 25 Jahren standen Kirchenlieder im Mittelpunkt. Gegründet hat den Frauenchor die damalige Gemeindereferentin Claudia Düpre anlässlich eines Bischofsbesuchs in Rübenach. Am 21. März 1991 kamen zur ersten Chorprobe 26 Frauen im Pfarrheim St. Anna zusammen. Mit dabei: Christel Still. „Geübt haben wir erst mal nur für die Messe“, erinnert sie sich. Das erste Stück, eine Quodlibet genannte Kombination mehrerer Melodien, gab dem Chor seinen Namen, unter dem sich die Sängerinnen auch weiter zu Proben trafen.

„Singen ist ein Mannschaftssport: Jede Woche da sein und am Abend 14 Lieder auswendig singen.“
Petra Riehl, Vorsitzende des Frauenchors Quodlibet, zu Gemeinschaft und Können des Vereins aus Rübenach

Als die Chorgründerin fünf Jahre später die Gemeinde verließ, änderte sich das Repertoire: „Es gab immer mehr weltliche Auftritte, beispielsweise bei Jubiläen“, berichtet Christel Still. Quodlibet, die bis dahin unter dem Dach der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) aufgetreten waren, wurden Mitglied des Chorverbandes Rheinland-Pfalz. Das veränderte Repertoire trug Früchte: 1998 sang sich der Frauenchor nur zwei Jahre nach der Übernahme der Leitung durch Michael Fuxius durch drei Leistungsstufen und wurde „Meisterchor“. „Bis heute sind wir der einzige Frauenchor mit diesem Titel im Sängerkreis Koblenz“, berichtet Petra Riehl stolz.

Doch nicht nur das Können, vor allem die Gemeinschaft zeichnet Quodlibet aus, finden Sängerinnen wie Chorleiter. Seit 2001 leitet Wolfgang Fink den Chor und meint: „Über das Singen identifizieren sich die Frauen mit der Gruppe und zeigen gleichzeitig nach außen, wofür wir stehen.“ Ernste Musik ist die Sache seiner Schützlinge nicht, „eher freche, ein bisschen provozierende Stücke“. Und so singen sie in Gottesdiensten, aber auch mit Begeisterung kölsche Titel oder Musicals. Das Projekt „Les Miserables“ mit selbst geschneiderten Kostümen und Choreografie, das 2006 in der Rhein-Mosel-Halle zum Auftritt kam, gilt vielen als Höhepunkt des Chorschaffens.

Doch der Verein erlebte auch schlechte Zeiten. Mit nur 20 Mitgliedern war Quodlibet zeitweise nicht singfähig, Auftritte mussten abgesagt werden. „Wir haben gekämpft, jetzt läuft es wieder“, strahlt Wolfgang Fink. Immer wieder kommen auch junge Frauen zur Probe, einige bleiben. „Wir strahlen Freude aus“, meint Vorstandsmitglied Sandra Köhmstedt.

Viel lachen und trotzdem viel lernen ist für Birgit Kuhn das Geheimnis des Erfolges, Schriftführerin Heidrun Ternes lobt die Lockerheit des Chorleiters und das Repertoire. Eigens von Winningen macht sich Martina Kröber jeden Dienstag auf den Weg nach Rübenach, „um mal vom Alltag abzuschalten“. Sie ist nicht die Einzige, die weitere Anfahrten in Kauf nimmt. Und nicht nur zur Chorprobe im Haus der Begegnung treffen sich die Sängerinnen. Wer will, hat jede Menge Gelegenheit zu auch mehrtägigen Ausflügen mit Quodlibet und seiner rührigen Vorsitzenden Petra Riehl. Es ist eben die Zusammengehörigkeit, die Christel Still auch nach 25 Jahren noch immer mitmachen lässt: „Jung und Alt, dazu die Lieder, das ist einfach schön“, findet die 86-Jährige.

Rhein Zeitung – 17.05.2016

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